Lieder von Ferrum

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Lieder von Ferrum

Beitrag  Feldmarschal am Sa Nov 23, 2013 1:17 am

Hi haben wir Barden oder ähnliches in Ferrum ?
wäre doch praktisch und sinnig so ne kl. Liedersammlung hier zu machen ?
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Feldmarschal
Juhu, ich habe ein Schwert
Juhu, ich habe ein Schwert

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Re: Lieder von Ferrum

Beitrag  Bernulf am Di Dez 10, 2013 5:26 am

Jetzt nicht unbedingt Ferrumer Weisen,... aber auch ganz schön. Vieles davon stammt zwar aus dem 19. Jahrhundert, aber das dürfte den 08/15Larper nicht stören. Klassiker sind auch dabei:

Liedtexte zum Mitsingen


Lustig, Lustig

Lustig lustig Ihr lieben Brüder
Legt mal all die Arbeit nieder
Und trinkt ein Glas Champagnerwein

Denn unser Handwerk, das ist verdorben
Die letzten Saufbrüder sind gestorben
Es lebet keiner mehr als ich und du

Dann wollen wir es noch einmal wagen
Wir wollen fahren nach Kopenhagen
In die Dänische Reichsresidenz

Chorus

Denn auch in Polen ist nichts zu holen
Außer Schuhe ohne Sohlen
Ja nicht einmal ein Heller Geld

Chorus

Drum Schifflein Schifflein du mußt dich wenden
Du mußt den Bug nach Riga lenken
In die russische Kaufhandelsstadt

Chorus

Dann geht es heim wohl an den Main
Ganz Frankfurt liegt voller Äppelwein
Der letzte Heller muß versoffen sein

Chorus

Und wer all das hat gesehen
Der kann getrost nach Hause gehen
Und sich nehmen ein junges Weib

Chorus


1844




                                                                                                                      Zehn Orks

Zehn Orks sennen wir gewesen
Haben wir nit geblieben daheim
Haben Elfenstamm getroffen
Sennen wir geblieben neun

Neun Orks sennen wir gewesen
Haben wir über Zwerg gelacht
Zwerg der hat nicht mitgelacht
Sennen wir geblieben acht

Grishnak mit große Hammer
Zorg mit rostig Schwert
Raufen, Saufen, Schnaufen
Bis sich nichts mehr wehrt ...

Acht Orks sennen wir gewesen
Wollten wir Menschenweiber lieben
Eine sennen Mann gewesen
Sennen wir geblieben sieben

Sieben Orks sennen wir gewesen
Wollten wir reiten auf die Besen von die Hex'
Mauer dort im Weg gestanden
Sennen wir geblieben sechs

Chorus

Sechs Orks sennen wir gewesen
Haben wir ausgezogen unsere Strimpf'
Einer nit beliftet war
Sennen wir geblieben finf

Finf Orks sennen wir gewesen
Haben wir getrunken eigen Bier
Eins war mit Glykol gepanscht
Sennen wir geblieben vier

Chorus

Vier Orks sennen wir gewesen
Haben wir gemacht die Bäume entzwei
Baum san leider Ent gewesen
Sennen wir geblieben drei

Drei Orks sennen wir gewesen
Haben wir gefunden scheenes Ei
Mütterchen Drachen ist vorbeigekommen
Sennen wir geblieben zwei

Chorus

Zwei Orks sennen wir gewesen
Hatten wir zu Essen leider keiner
Als Briederchen geschlafen hat
Bin ich mir geblieben einer
Ein Ork bin ich mir gewesen
Wollt' ich andere Orks zurick
Seitdem bin ich auf der Suche
Nach einen guten F...rau

Chorus



Söldnerschwein

Hört ihr Leut' und laßt euch sagen
Euer Stündlein hat geschlagen
Was kann schöner sein, als ein Söldnerschwein zu sein

Was kann schöner sein im Leben
Als zu nehmen statt zu geben
Was kann schöner sein, ...

Ja, was kann schöner sein am Siegen
Als für's Töten Geld zu kriegen
Was kann ...

Geld nehm' ich auch von den Armen
Kann mich ihrer nicht erbarmen
Was kann...

Doch hab' ich auch Stolz und Ehre
Als wenn ich von Adel wäre
Was kann...

Chorus

Jede Burg auf dieser Erden
Soll ein Raub der Flammen werden
Was kann...

Weiber sind stets leicht zu kriegen
Wenn sie erst am Boden liegen
Was kann...

Chorus

Ist mein starker Arm von Nöten
Werd' ich eure Feinde töten
Was kann...

Lieber sterb' ich aufrecht stehend
Als auf Knien um Gnade flehend
Was kann...

Chorus



Wein, Weib und Gesang

Wein, Weib und Gesang
Und das ganze ein Leben lang
Wenn das nicht mehr wär
Ich armer Tor
Dann wär mir Angst und Bang
Ja dann wär mir Angst und Bang

Schlaget an das erste Faß
Denn der Wein schlichtet größten Haß
Er benebelt die Sinne
Und schlägt auf die Stimme
Aus jedem Tenor wird ein Baß

Chorus

Mannen hebet an den Kilt
Für die Weiber ein lustiges Bild
Doch wer sich nicht traut
Weil er klein ist lieber schaut
Verstecke sich hinter sein Schild

Chorus

Weiber knöpft auf euer Hemd aber schnell
Denn wir Mannen lieben Blusen ohne "l"
Bleibt das Hemd zu bis oben
Kriegt ihr keinen Mann zum Toben
Tut ihr's doch gibts Gejaul und Gebell

Chorus

Ja das Lied hat mir Spaß gemacht
Doch ich seh es hat nichts gebracht
Drum pack ich die Laute und spiel andern Leuten
Meine ganze Liederpracht

Chorus




All voll

Bist du voll so lege dich nieder
Steh früh auf und volle dich wieder
Das ganze Jahr den Abend und den Morgen

Wein und Bier aus Faß und Krug
Saufe aus in einem Zug
Das ganze Jahr den Abend und den Morgen

All voll...

Riechst du aus dem Maul nit nach Rosen
Willst aber dennoch die Mägdlein liebkosen
Das ganze Jahr den Abend und den Morgen

Schläfst des Nachts du dann in der Gosse
Schmutz und Unrat dein Schlafgenosse
Das ganze Jahr den Abend und den Morgen

Chorus

Wein und Bier aus einem Faß
Saufe aus ohn' Unterlaß
Das ganze Jahr den Abend und den Morgen

Bist du voll so lege dich nieder
Steh früh auf und volle dich wieder
Das ganze Jahr den Abend und den Morgen

Chorus
14. Jhd.




Männer mit Bärten

Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren
Müssen Männer mit Bärten sein

Jan und Hein und Klaas und Pit - die haben Bärte, die haben Bärte
Jan und Hein und Klaas und Pit - die haben Bärte, die fahren mit

Alle, die Weiber und Branntwein lieben
Müssen...

Chorus

Alle, die mit uns das Walroß töten
Müssen...

Chorus

Alle, die Tod und Teufel nicht fürchten
Müssen...

Chorus

Alle, die endlich zur Hölle mitfahren
Müssen...

Chorus
Trad., 18. Jhd.

Es wollt' ein Bauer früh aufstehn

Es wollt' ein Bauer früh aufstehn
Und hinaus auf seinen Acker gehn

Und als er dann nach Hause kam
Da wollt er was zu Fressen ham

"Ei Lieschen koch mir Hirsebrei
Mit Bratkartoffeln und Spiegelei!"

Und als der Bauer saß und aß
Da rumpelt in der Kammer was

"Ei, liebe Frau was ist denn das?
Da rumpelt in der Kammer was"

"Ei, lieber Mann das ist der Wind
Der raschelt da am Küchenspind"

Der Bauer sprach: "Will selber sehn
Will selber raus in die Kammer gehn"

Und als der Bauer in die Kammer kam
Da zog der Pfaff die Hosen an

"Ei, Pfaff was machst in meinem Haus
Ich werf dich ja sogleich hinaus!"

Der Pfaff der sprach: "Was ich verricht
Deine Frau, die kennt die Beicht noch nicht"

Da nahm der Baur ein Ofenscheit
Und schlug den Pfaffen daß er schreit

Der Pfaff der schrie: "Oh Schreck, oh Graus!"
Und hielt den Arsch zum Fenster raus

Da kam' die Leut von nah und fern
Und dachten's wär der Morgenstern

Der Morgenstern der war es nicht
Es war des Pfaffen Arschgesicht

Und die Moral von der Geschicht
Trau nicht des Pfaffen Arschgesicht
Trad.
Schenk voll ein

Da wollen wir nit zaghaft sein
Bring noch ein volles Glas
Heda Wirt, vom besten Wein
Dort aus dem größten Faß

Alle meine Lebetag
Und immer Sonne her
Schenk voll ein
Und immer immer mehr

Sauft die Gläser zügig aus
Werft Tisch und Bänke um
Schmeißt den Wirt zum Fenster raus
Heda der schaut sich um

Chorus

Heda he! Er kann nicht mehr
Sein Bauch ist viel zu klein
Sauf dir einen Ranzen an
Wie ich so sollst du sein

Chorus

Saufen ist ein gut's Gelag
Das kostet nicht das Geld
Drum trauert keinem Pfennig nach
Das Geld bleibt in der Welt

Chorus

Wer beim Saufen kläglich ist
Ist nüchtern nicht gescheit
Darum sauft die Gläser leer
Und klagt zur andern Zeit

Chorus

Da wollen wir nit zaghaft sein
Bring noch ein volles Glas
Heda Wirt, vom besten Wein
Dort aus dem größten Faß

Chorus
Trad., 18. Jhd.

Als die Römer frech geworden

Als die Römer frech geworden
simserim simsim simsim
Zogen sie nach Deutschlands Norden
simserim simsim simsim
vorne mit Trompetenschall
Terätätätäterä
ritt der Generalfeldmarschall,
Terätätätäterä
Herr Quintilius Varus
Wau, wau, wau, wau, wau
Herr Quintilius Varus
Schnäde räng täng, Schnäde räng täng
Schnäde räng täng, de räng täng täng    
In dem Teutoburger Walde,
Huh! Wie piff der Wind so kalte,
Raben flogen durch die Luft,
Und es war ein Moderduft,
Wie von Blut und Leichen
Plötzlich aus des Waldes Duster
Brachen kampfhaft die Cherusker,
Mit Gott für Fürst und Vaterland
Stürzten sie sich wutentbrannt
Auf die Legionen.
Weh, das ward ein großes Morden,
Sie erschlugen die Kohorten,
Nur die röm'sche Reiterei
Rettete sich noch ins Frei',
Denn sie war zu Pferde.
O Quintili, armer Feldherr,
Dachtest du, daß so die Welt wär'?
Er geriet in einen Sumpf,
Verlor zwei Stiefel und einen Strumpf
Und blieb elend stecken.
Da sprach er voll Ärgernussen
Zum Centurio Titiussen:
"Kam'rad, zeuch dein Schwert hervor
Und von hinten mich durchbor,
Da doch alles futsch ist."
In dem armen röm´schen Heere
diente auch als Volontäre
Scaevola, ein Rechtskandidat,
Den man schnöd gefangen hat,
Wie die andern alle
Diesem ist es schlimm ergangen,
Eh daß man ihn aufgehangen,
Stach man ihm durch Zung und Herz,
Nagelte ihn hinterwärts
Auf sein corpus iuris.
Als das  Morden war zu Ende,
rieb Fürst Hermann sich die Hände,
und um seinen Sieg zu weih´n,
lud er die Cherusker ein
zu 'nem großen Frühstück.
Wild gab´s und westfäl´schen Schinken
Bier, soviel sie wollten trinken
Auch im Zechen blieb er Held
Doch auch seine Frau Thusneld
soff walküremäßig
(soff als wie ein Hausknecht)
Nur in Rom war man nicht heiter,
Sondern kaufte Trauerkleider;
G´rade als beim Mittagsmahl
Augustus saß im Kaisersaal,
kam die Trauerbotschaft.
Erst blieb ihm vor jähem Schrecken
ein Stück Pfau im Halse stecken,
Dann geriet er außer sich
und schrie: "Vare, schäme dich
Redde legiones!"
Sein deutscher Sklave, Schmidt geheißen
Dacht´: Euch soll das Mäusle beißen
Wenn er sie je wieder kriegt
denn wer einmal tot daliegt
wird nicht mehr lebendig
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Re: Lieder von Ferrum

Beitrag  Xenofero Fuxfell am Mo Dez 16, 2013 11:06 pm

Wir haben bisher keine Ferrumer Liedersammlung und unsere beiden Barden scheinen ausgeflogen zu sein. Ich selbst habe einige Märchen und Legenden geschrieben, die man mit ein wenig Umschreiben wohl auch singen könnte, aber das ist bisher noch nie geschehen, so weit ich weiß.
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